Brustvergrößerung

Brustvergrößerung: Definition und Überblick

Brustvergrößerung, medizinisch auch als Augmentationsmammaplastik bezeichnet, ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Brust mithilfe von Implantaten oder Eigenfett vergrößert wird. Dieser Eingriff wird häufig aus ästhetischen Gründen durchgeführt, kann jedoch auch rekonstruktiv nach Brustkrebsoperationen oder zur Korrektur angeborener Brustdeformitäten erfolgen. Die plastische Chirurgie spielt hierbei eine entscheidende Rolle und wird oft in spezialisierten Kliniken durchgeführt.

Geschichte der Brustvergrößerung

Die ersten dokumentierten Versuche zur Brustvergrößerung reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, wobei damals Materialien wie Paraffin oder Elfenbein verwendet wurden. In den 1960er Jahren entwickelten die Chirurgen Thomas Cronin und Frank Gerow die ersten Silikonimplantate – dies war der Durchbruch für die moderne Brustvergrößerung. Seitdem haben sich die Techniken und Materialien kontinuierlich weiterentwickelt, um sicherere und natürlichere Ergebnisse zu erzielen. Plastische Chirurgie hat somit einen erheblichen Wandel erlebt und wird heute in zahlreichen Kliniken weltweit angeboten.

Methoden der Brustvergrößerung

Es gibt zwei Hauptmethoden der Brustvergrößerung: die Verwendung von Brustimplantaten und die Eigenfetttransplantation.

Brustimplantate

Silikonimplantate: Diese bestehen aus einer Silikonhülle, die mit kohäsivem Silikongel gefüllt ist. Sie fühlen sich natürlicher an und sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich. Moderne Silikonimplantate sind so konstruiert, dass das Gel im Falle eines Risses in der Hülle nicht ausläuft. Brustimplantate sind eine häufig gewählte Methode der plastischen Chirurgie und werden in vielen Kliniken durchgeführt.

Kochsalzimplantate: Diese Implantate bestehen ebenfalls aus einer Silikonhülle, sind jedoch mit steriler Kochsalzlösung gefüllt. Sie sind in der Regel etwas fester als Silikonimplantate und können über kleinere Schnitte eingeführt werden – da sie erst nach dem Einsetzen befüllt werden. Brustimplantate bieten viele Optionen in der plastischen Chirurgie und werden in spezialisierten Kliniken durchgeführt.

Eigenfetttransplantation

Diese Methode, auch Lipofilling genannt, beinhaltet die Entnahme von Fettgewebe aus anderen Körperregionen, meist Bauch, Hüften oder Oberschenkeln, und dessen Injektion in die Brust. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Verwendung von körpereigenem Material, was das Risiko von allergischen Reaktionen oder Abstoßungen minimiert. Der Nachteil ist, dass die Ergebnisse weniger vorhersehbar sind und oft mehrere Eingriffe erforderlich sind, um das gewünschte Volumen zu erreichen. Auch hier spielt die plastische Chirurgie eine wichtige Rolle. Die Bruststraffung kann oft mit einer Eigenfetttransplantation kombiniert werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Diese Eingriffe werden oft in spezialisierten Kliniken durchgeführt.

Vorbereitung auf die Operation

Vor der Entscheidung für eine Brustvergrößerung ist eine ausführliche Beratung mit einem qualifizierten plastischen Chirurgen unerlässlich. Während des Beratungsgesprächs werden die Erwartungen und Wünsche der Patientin besprochen – sowie eine körperliche Untersuchung durchgeführt, um die am besten geeignete Methode und Implantatgröße zu bestimmen. Zudem sollten medizinische Vorgeschichte, Allergien und aktuelle Medikamente erörtert werden. Diese Vorbereitungen erfolgen in der Regel in einer spezialisierten Klinik.

Operationstechnik und Anästhesie

Die Brustvergrößerung wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa ein bis zwei Stunden. Es gibt verschiedene Techniken für die Platzierung der Implantate:

Subglanduläre Platzierung

Hierbei wird das Implantat direkt hinter dem Brustdrüsengewebe und vor dem Brustmuskel platziert. Diese Methode kann eine kürzere Erholungszeit und weniger postoperative Schmerzen bedeuten, eignet sich jedoch nicht für sehr dünne Patientinnen, da das Implantat sichtbarer und tastbarer sein kann.

Submuskuläre Platzierung

Bei dieser Technik wird das Implantat unter dem Brustmuskel positioniert. Dies bietet eine bessere Abdeckung des Implantats, was zu einem natürlicheren Aussehen führen kann – erfordert jedoch eine längere Erholungszeit und kann schmerzhafter sein.

Dual-Plane-Technik

Diese Methode kombiniert die Vorteile der subglandulären und submuskulären Platzierung, indem der obere Teil des Implantats unter dem Brustmuskel und der untere Teil unter dem Brustdrüsengewebe liegt.

Schnitttechniken bei der Brustvergrößerung

Inframammär: Der Schnitt wird in der natürlichen Brustfalte unter der Brust gesetzt. Dies bietet guten Zugang zur Brust und eine diskrete Narbe.

Periareolär: Der Schnitt verläuft entlang des unteren Randes der Brustwarze. Diese Technik ermöglicht eine unauffällige Narbe – birgt jedoch ein höheres Risiko für Veränderungen der Brustwarzenempfindlichkeit.

Transaxillär: Der Schnitt wird in der Achselhöhle gemacht, sodass keine Narben auf der Brust zurückbleiben. Diese Methode erfordert spezielle Instrumente und Techniken und wird oft in spezialisierten Kliniken durchgeführt.

Transumbilikal: Ein weniger gebräuchlicher Ansatz, bei dem der Schnitt im Nabel gesetzt wird und das Implantat durch einen Tunnel zur Brust geführt wird. Diese Technik wird selten angewendet und ist technisch anspruchsvoll.

Postoperative Phase und Risiken

Nach der Operation ist eine sorgfältige Nachsorge wichtig. Die Patientin sollte Kompressions-BHs tragen und körperliche Anstrengungen für mehrere Wochen vermeiden. Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse sind normal und klingen in der Regel nach einigen Wochen ab. Die plastische Chirurgie hat jedoch auch ihre Risiken.

Mögliche Risiken und Komplikationen umfassen:

  • Infektionen
  • Blutungen und Hämatome
  • Narbenbildung
  • Kapselfibrose (Verhärtung des Gewebes um das Implantat)
  • Implantatruptur oder -verschiebung
  • Veränderungen der Brustwarzen- oder Brustempfindlichkeit
  • Unzufriedenheit mit dem ästhetischen Ergebnis, was unter Umständen weitere Eingriffe erforderlich machen kann

Langzeitbetrachtung und Austausch von Implantaten

Alte Brustimplantate müssen möglicherweise nach 10-15 Jahren ausgetauscht oder entfernt werden, dagegen halten die von uns eingesetzten modernen Implantate lebenslang . Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig, um den Zustand der Implantate zu überwachen und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Die plastische Chirurgie entwickelt sich stetig weiter, um diese Prozesse zu verbessern und die Sicherheit für den Körper der Patientinnen zu gewährleisten.

Psychologische Aspekte und Patientenzufriedenheit

Die Entscheidung für eine Brustvergrößerung kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und die Lebensqualität einer Frau haben. Viele Frauen berichten von einem verbesserten Körperbild und gesteigertem Selbstwertgefühl nach der Operation. Es ist jedoch wichtig, realistische Erwartungen zu haben und sich bewusst zu sein, dass die Operation keine allumfassende Lösung für persönliche oder psychologische Probleme darstellt.

Forschung und Innovationen

Die Brustvergrößerung bleibt ein dynamisches Feld mit ständigen Innovationen. Neue Implantatmaterialien, verbesserte chirurgische Techniken und fortschrittlichere Bildgebungsverfahren tragen dazu bei – die Sicherheit und die ästhetischen Ergebnisse der Brustvergrößerung zu verbessern. Auch die regenerative Medizin und der Einsatz von Stammzellen zur Brustvergrößerung werden intensiv erforscht. Die plastische Chirurgie spielt hierbei eine zentrale Rolle und viele dieser Entwicklungen finden in hochspezialisierten Kliniken statt.

Bruststraffung als Ergänzung zur Brustvergrößerung

Die Bruststraffung, auch Mastopexie genannt, ist eine häufige Ergänzung zur Brustvergrößerung. Dabei wird überschüssige Haut entfernt und das Brustgewebe gestrafft, um eine jugendlichere und festere Brustform zu erzielen. Eine Bruststraffung kann allein oder in Kombination mit Brustimplantaten durchgeführt werden, um sowohl Volumen als auch Form zu verbessern. Die Entscheidung für eine Bruststraffung hängt oft von der individuellen Anatomie und den ästhetischen Zielen der Patientin ab. Die plastische Chirurgie bietet vielfältige Möglichkeiten, die beide Verfahren kombinieren. Diese Eingriffe werden oft in spezialisierten Kliniken durchgeführt.

Fazit

Die Brustvergrößerung ist ein komplexer chirurgischer Eingriff, der sorgfältige Planung, präzise Technik und umfassende Nachsorge erfordert. Mit den richtigen Erwartungen und der Wahl eines erfahrenen Chirurgen können viele Frauen von den ästhetischen und psychologischen Vorteilen dieser Operation profitieren. Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist es wichtig, sich umfassend zu informieren und alle möglichen Risiken und Vorteile abzuwägen. Die plastische Chirurgie bietet vielfältige Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. Die Kombination von Brustvergrößerung und Bruststraffung kann zu besonders zufriedenstellenden Ergebnissen führen, indem sie Volumen und Form verbessert. Diese Eingriffe werden oft in spezialisierten Kliniken durchgeführt und berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse und den Körper der Patientinnen.

Jetzt Termin vereinbaren

Nehmen Sie jetzt Kontakt zu unserem freundlichen Praxisteam auf, um Ihren Beratungstermin zu vereinbaren.

Terminvereinbarung

Buchen Sie einfach und schnell online Ihren Termin

Andreas Gröger - jameda.de
Sudabeh Motamedi - jameda.de

Doctolib

Termin über Doctolib buchen

Oder rufen Sie uns an

Terminvereinbarung

Vereinbaren Sie online einfach und schnell einen Termin

Andreas Gröger - jameda.de
Sudabeh Motamedi - jameda.de

Doctolib

Termin über Doctolib buchen