Interdisziplinäre Lipödem-Behandlung in Berlin

Das Lipödem ist eine Erkrankung, die sich in einer unnatürlichen Vermehrung von Fettzellen in der Unterhaut ausdrückt. Fast ausschließlich Frauen sind davon betroffen. Über drei Phasen hinweg bildet sich zusätzliches Fettgewebe an Beinen oder Armen. In fortgeschrittenem Stadium verursacht dies neben der ästhetischen Beeinträchtigung auch Einschränkungen der Beweglichkeit und Schmerzen.

Durch Ernährung oder Sport lässt sich dem Lipödem kaum entgegenwirken. Allerdings bietet eine Fettabsaugung die Möglichkeit, die Symptome weitestgehend und auf Dauer zu beseitigen.

Um die Lebensqualität von Lipödem-Betroffenen so weit wie medizinisch möglich verbessern zu können, verwenden Dr. Ruth Marx und Dr. Andreas Gröger bei Tauentzien Medical einen interdisziplinären Ansatz. Mit dem vereinten Fachwissen der Phlebologie sowie der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie bieten wir Ihnen eine Behandlung auf höchstem Niveau.

Dr. med. Ruth Marx ist anerkannte Spezialistin für die Venengesundheit der Beine. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sie sich mit der Diagnostik und Behandlung von Krampfadern, Venenentzündungen und Thrombosen. Sie hat mehr als 35.000 Patienten behandelt und selbst über 15.000 Venenoperationen durchgeführt.

Dr. med. Andreas Gröger ist Plastischer und Ästhetischer Chirurg mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Bevor er Tauentzien Medical übernahm, war er in leitenden Funktionen an verschiedenen Kliniken beschäftigt. Darüber hinaus war er an international renommierten Forschungseinrichtungen tätig. Durch zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge hat er zum Wissen der Fachwelt beigetragen.

  • Lipödem Grafik
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Bild: Julius Zorn GmbH, Aichach

Lipödem: Was ist das?

Das Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung, von der fast ausschließlich Frauen betroffen sind. Am häufigsten tritt sie an Beinen und Hüften auf, während Hände und Füße ihr normales Erscheinungsbild bewahren. In den meisten Fällen konzentriert sich das Problem auf die Oberschenkel. Seltener sind auch die Waden oder die Arme betroffen.

Die Ursachen einer Lipödem-Erkrankung sind nicht bekannt. Sicherlich spielen hormonelle Veränderungen eine Rolle. Daher tritt das Lipödem vermehrt nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf.

Das Lipödem ist nicht heilbar. Jedoch lassen sich seine Symptome lindern sowie durch eine Fettabsaugung weitgehend beseitigen.

Die Lipödem-Erkrankung äußert sich in einer unnatürlichen Vermehrung von Fettzellen im Unterhautgewebe. In den Zellzwischenräumen lagert sich Gewebsflüssigkeit ab. Das dabei entstehende überschüssige Fettgewebe unterscheidet sich von gewöhnlichem Fettgewebe.

Bei Übergewicht nimmt die Größe der Fettzellen zu, die Anzahl jedoch kaum. Außerdem fehlen bei gesundem Fettgewebe die Wassereinlagerungen zwischen den Zellen. Diese gehören zum Krankheitsbild des Lipödems und verursachen wesentlich die damit verbundenen Beschwerden.

Kalorienreiche Ernährung oder ein Mangel an Bewegung sind somit keine wesentlichen Ursachen des Lipödems. Durch gewöhnliche Strategien des Abnehmens ist die Erkrankung daher nur wenig zu beeinflussen. Allerdings sind eine gesunde Ernährung und körperliche Bewegung aus medizinischer Sicht immer wünschenswert.

Krankheitsverlauf: Lipödem erkennen

Beim Verlauf einer Lipödem-Erkrankung unterscheidet die Medizin zwischen drei Stadien, die sich wie folgt beschreiben lassen:

  • Stadium I: Die Hautoberfläche ist glatt, das Unterhautfett verdickt, die Fettstruktur feinknotig.
  • Stadium II: Die Hautoberfläche wird uneben, die Fettstruktur grobknotig.
  • Stadium III: Das Gewebe wird zusätzlich derber und härter, es bilden sich große deformierende Fettlappen.

Vor allem im ersten Stadium wird das Lipödem häufig mit einer gewöhnlichen Gewichtszunahme verwechselt. Dabei ist zunächst nur auffällig, dass die Gewichtszunahme beim Lipödem spontan und ohne erkennbaren Grund auftritt.

In den späteren Stadien zeigt die knotige Struktur des Fettgewebes, dass es sich nicht um normales Übergewicht handelt. Hinzu kommen weitere Symptome, die den Leidensdruck der Erkrankten erhöhen. Das betroffene Gewebe schmerzt, ist auffallend druckempfindlich und neigt zu Blutergüssen. Zugleich entsteht häufig ein uneinheitliches Körperbild, da etwa nur die Oberschenkel betroffen sind, während der Rumpf schmal bleibt.

Ein fortgeschrittenes Lipödem ist daher nicht nur eine ästhetische Beeinträchtigung. Empfindlichkeit, Schmerzen und das zusätzliche Gewicht verursachen eine immer stärkere Einschränkung der körperlichen Beweglichkeit und Fitness.

Lipödem und Lymphödem

Nicht zu verwechseln ist das Lipödem mit dem Lymphödem. In beiden Fällen lagert sich Flüssigkeit im Gewebe ab, doch Ursachen und Symptome sind unterschiedlich.

Beim Lipödem ist die Fettverteilungsstörung die Ursache. Ein Lymphödem entsteht durch Entzündungen oder Störungen des Lymphsystems. Anders als das Lipödem tritt es nicht auf beiden Körperseiten symmetrisch auf. Ebenso sind die oben erwähnten Druckschmerzen und Hämatome charakteristisch für das Lipödem, nicht das Lymphödem.

In späteren Stadien kann das Lipödem zu einem zusätzlichen Lymphödem führen. Dies geschieht, wenn die Wassereinlagerungen des Lipödems durch Dauerbeanspruchung das Lymphsystem überlasten, so dass dessen Leistungsfähigkeit abnimmt. Der Körper ist dann noch weniger in der Lage, die Flüssigkeit abzutransportieren. Man spricht in diesem Fall auch vom Lipo-Lymphödem.

Konservative Behandlungen: Lymphdrainage und Kompressionstherapie

Das Lipödem lässt sich nicht heilen, doch verschiedene Behandlungen ermöglichen eine Linderung der Beschwerden. Bislang verspricht jedoch nur eine Fettabsaugung eine weitgehende und dauerhafte Beseitigung der Symptome.

Zu den konservativen Behandlungsmethoden gehört die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE). Sie kann die Symptome des Lipödems lindern. Ihre Bestandteile sind die manuelle Lymphdrainage, die Kompressionstherapie, die Bewegungstherapie und eine entsprechende Hautpflege nach Bedarf.

Die KPE zielt darauf, die Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe zu reduzieren. Gleichzeitig wird ihr Abtransport durch das Lymphsystem angeregt.

Die manuelle Lymphdrainage setzt hierzu eine geeignete Massagetechnik ein. Bei der Kompressionstherapie wird durch Stützstrümpfe leichter Druck auf den Körper ausgeübt. Dieser reduziert das Volumen des Gewebes und unterstützt den Abtransport der Gewebeflüssigkeit. Als Bewegungstherapie kommt etwa Wassergymnastik in Frage. Durch den Wasserdruck entsteht eine Kompressionswirkung, während die Bewegung das Lymphsystem stimuliert.

Die konservativen Therapien müssen möglichst früh beginnen und regelmäßig fortgesetzt werden. In diesem Fall können sie das Voranschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Beschwerden lindern. Einen Abbau des Fettgewebes bewirken sie allerdings nicht.

Lipödem behandeln durch Fettabsaugung

Die Fettabsaugung oder Liposuktion ist ein bewährtes Verfahren der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie. Sie ist die einzige Möglichkeit, die Symptome eines fortgeschrittenen Lipödems dauerhaft zu beseitigen. Durch diesen Eingriff wird das betroffene Gewebe größtenteils entfernt. Da die Fettzellen nicht im selben Umfang nachwachsen, bleibt die Patientin anschließend weitgehend symptomfrei.

Zur Wasserstrahl-assisterten Fettabsaugung (WAL) wird durch kleine Einschnitte in der Haut eine Kanüle in das Gewebe eingeführt. Durch einen Wasserstrahl an der Kanüle löst sich das Bindegewebe, das die Fettzellen festhält. Die dabei verwendete Flüssigkeit enthält ein gefäßverengendes Medikament und ein Betäubungsmittel. Vermischt mit dieser Flüssigkeit werden die gelösten Fettzellen schließlich abgesaugt.

Eine Fettabsaugung ist im Prinzip auch ambulant mit örtlicher Betäubung möglich. Doch bei größeren Fettmengen ist eher eine Vollnarkose üblich und sinnvoll. Der Eingriff kann auf mehrere Sitzungen aufgeteilt werden, um die Belastung für Patienten zu reduzieren. Die Behandlung dauert mindestens eine Stunde, bei größeren Fettmengen mehrere Stunden.

Die Fettabsaugung ist ein häufig durchgeführter Eingriff mit geringem Risiko. Für etwa zwei Wochen sollten Sie sich danach nicht sportlich betätigen und keine schwere körperliche Arbeit leisten.

Für etwa sechs Wochen nach dem Eingriff sind spezielle Bandagen zu tragen. Diese unterstützen die Heilung und Formung des Körpers. Blutergüsse und Schwellungen können auftreten, klingen jedoch meist nach wenigen Tagen ab. Während der Heilung ist vielleicht ein leichtes Stechen wie bei einem Muskelkater zu spüren.

Kosten und Finanzierung einer Fettabsaugung bei Lipödem-Patienten

Eine Fettabsaugung als Lipödem-Behandlung kostet ab etwa 5.000 Euro. Leider gehört sie derzeit nicht grundsätzlich zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Ab Januar 2020 werden die Kosten jedoch übernommen, wenn sich die Erkrankung im Stadium III befindet.

Wann kommt eine Lipödem-Behandlung durch Fettabsaugung in Frage?

Jeder Körper ist anders. Eine Lipödem-Behandlung muss differenziert auf jede Patientin abgestimmt sein, um Verlauf und Ergebnisse optimal zu gestalten. Deshalb steht am Beginn jeder Behandlung bei Tauentzien Medical eine ausführliche Beratung durch unsere Ärzte. Auf Basis Ihrer Bedürfnisse, Vorstellungen und körperlichen Voraussetzungen entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen über das beste Vorgehen.

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